
Das menschliche Kiefergelenk nimmt durch seine Funktion als Doppelgelenk eine Sonderstellung im menschlichen Körper ein. Zudem ist das Kiefergelenk das einzige Dreh-Gleit-Gelenk des menschlichen Körpers. Sowohl beim Sprechen, als auch beim Essen und Trinken sollen Kiefergelenk und Kaumuskulatur in ihrer Funktion optimal aufeinander abgestimmt sein.
Das Zusammenspiel der Kau-, Nacken- und Halsmuskeln mit dem Unterkiefer und dem Kiefergelenk wird durch sensible Regelkreise gemanagt. Das Zentrum für diese Steuerung sitzt im Zentralnervensystem.
Die Ersttherapie der Kiefergelenkserkrankung hat zum Ziel die Schmerzen zu beseitigen. Dies geschieht durch geeignete Medikamente und durch die Eingliederung einer angepassten Bissschiene.
Die Zusammenarbeit mit einem Physiotherapeuten und Osteopathen bringt viele Vorteile. Zudem kann man z. B. durch Entspannungsübungen die Heilung verbessern. Sollten Kiefer- und Zahnregulierungen notwendig sein, kooperieren wir mit erfahrenen Kieferorthopäden in enger fachlicher Abstimmung.
Beim Pressen und Knirschen (Bruxismus) werden die Zähne im Unterkiefer mit einem hohem Kraftaufwand der Kaumuskulatur gegen die Oberkieferzähne gepresst. Dies kann zu jeder Tages- und Nachtzeit geschehen. Diese unkontrollierten Bewegungen des Unterkiefers können erhöhte Zahnabnutzung, Muskelverspannungen, Defekte am Zahnhals und Kiefergelenk sowie Zahnlockerungen zur Folge haben. Ursache dafür ist häufig alltagsbedingter Stress des Patienten. Ein effektiver Schutz für Zähne, Muskulatur und Kiefergelenk sind individuell angefertigte Kunststoffschienen.
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